[24.10.2008] - Rolandpokal ist zurück
Spannende Premiere: Nachdem die DLRG zwei Jahre "fremdschwimmen" musste, wird Wedel wieder Austragungsort für den traditionsreichen Rolandpokal. Das bedeutet: Gut 500 Sportler treten am 1. November in der Badebucht gegeneinander an.
Ein Artikel von Oliver Gabriel aus dem Wedel-Schulauer-Tageblatt
Der Rolandpokal kehrt dorthin zurück, wo er herkommt und nach fester Überzeugung nicht allein der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auch hingehört - nach Wedel. Das heißt: Ob die Schwimmer aus der Rolandstadt tatsächlich am Ende auch "ihren" Pott holen, steht natürlich noch in den Sternen. Fakt ist aber: Nachdem die Lebensretter zwei Jahre lang in Blankenese "fremdgehen" mussten, um den vor rund 40 Jahren von ihnen selbst ins Leben gerufenen Wettkampf veranstalten zu können, treten nun wieder Teams aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland in der Stadt gegeneinander an, deren Wahrzeichen dem Turnier den Namen gab.
Dies bedeutet wiederum: Premiere für die Badebucht. Denn wenn am Sonnabend, 1. November, gut 30 DLRG-Gruppierungen an die Startblöcke gehen, dann ist dies nur möglich, wenn das Kombibad seinen Schwimmbereich für die Öffentlichkeit schließt. Gilt es doch, gut 500 Sportler zu koordinieren und in die Bahnen zu bringen. "Wir freuen uns, dass wir mit dem Rolandpokal eine Traditionsveranstaltung zurück nach Wedel holen können und hoffen auf das Verständnis unserer Gäste", so Badleiter Karsten Niß. Die Organisation eines solchen Ereignisses stelle eine große Herausforderung dar - bei der jedoch die Rettungsschwimmer nach Kräften helfen, wie Wedels DLRG-Vorsitzender Jochen Möller erklärte. So sollen Ordner den Wellnessbereich vom Wettkampfgeschehen abschirmen. Denn der Sauna-Betrieb wird wie gewohnt von 10 bis 22 Uhr weiterlaufen, auch wenn die Besucher nicht das Erlebnisbad zwischen dem Schwitzen nutzen können. Als Trost gibt es je zwei Euro Rabatt auf alle angebotenen Sauna-Tarife an jenem Sonnabend.
Bereits am 31. Oktober erwartet Möller die DLRG-Gäste, die teils aus dem Süden der Republik und den Niederlanden anreisen, um sich mit den anderen Teams zu messen. Untergebracht werden die Besucher in der Gesamtschule. Wie Niß sieht auch der DLRG-Chef dem 1. November mit Spannung entgegen. Denn, so seine nicht ganz stille Hoffnung: "Wenn es gut läuft, könnte es ja sein, dass die Verantwortlichen zu dem Schluss kommen: Das kann man wiederholen." Niß gibt sich da zwar vorsichtig, aber nicht grundsätzlich ablehnend. "Wir müssen einfach erst einmal schauen, wie es läuft."
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